****** Nach fünf Soundtracks, die Stamm-Komponist John Barry seit 1964 eingespielt hatte, wurde 1973 der ehemalige Beatles-Produzent George Martin für diese Aufgabe gewonnen. Er war es auch, der Paul und Linda McCartney dafür begeistern konnte, das Titellied "Live And Let Die" beizusteuern, das letztendlich zusammen mit den Wings aufgenommen wurde. Die Instrumentierung dieses Soundtracks gibt wunderbar die musikalische Stimmung und den entsprechenden Zeitgeist wieder, der damals vorherrschend war. Während John Barry eher ein Anhänger von klassischen Orchester-Arrangements ist, beging George Martin hier eine Art von "Stil-Bruch" und bediente sich der modernen Instrumente und Sound-Effekte der frühen 70er Jahre. Das kommt auch dem Film selbst sehr zu gute, der nicht nur Roger Moores Einstand als 007 war, sondern auch viele Passagen hat, die in den USA (u. a. New York, New Orleans) spielen. Der Film selbst hatte aber vor allen Dingen in Amerika eine geringere Besucherzahl als sonst bei Bond üblich, weil viele Farbige diesen Streifen boykottierten, da der Haupt-Bösewischt und seine Handlanger Schwarze waren, aber das ist ein anderes Thema... Aus den vielen Highlights dieses Albums seien folgende Stücke ganz besonders stark empfohlen: "Bond Meets Solitaire" - schon fast "süsslich" arrangiert, "Snakes Alive" - tolle Steigerung der Spannung innerhalb des Tracks und - als bester Titel überhaupt - "Trespassers Will Be Eaten", mit seiner so ausdruckstarken Dynamik. Jeder wird auch noch die Bilder vor Augen haben, wie Roger Moore zu dieser Musik an das rettende Ufer gelangt... Er läuft über eine "Krokodil-Brücke"! Leider blieb es auch hier bei dieser einmaligen Zusammenarbeit mit den Bond-Produzenten Saltzman & Broccoli. 1974, für den Streifen "Der Mann mit dem goldenen Colt", wurde dann wieder John Barry unter Vertrag genommen. |